Neue Deister Zeitung, Springe 21.12.2001
Deister-Weser-Zeitung, Hameln 20.12.2001
Rainer Mörk arbeitet mit Fließtechnik
Künstler zeigt seine Werke bis 21. Januar im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaales
Bad Münder (ra). „Häuser und abstrakte Landschaften" ist der Titel der Ausstellung von Rainer Mörk, die zurzeit im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaals zu sehen ist, und von Olaf Boegner, dem Leiter der GeTour Bad Münder, eröffnet wurde.
Der Künstler Rainer Mörk wurde 1964 in Leonberg geboren, und nach dem Studium der Freien Kunst an der FH Hannover war er Meisterschüler bei Professor Ulrich Baehr. Seit 1991 zeigte er seine Werke in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen einer breiten Öffentlichkeit. So in Hannover im Landesfunkhaus, der Kunstmesse Faust, der Galerie Bedok und im Kubus. Aber auch in Posen, Berlin und Hiromshima und bei „Kunst im Kurpark" im September in Bad Münder, um nur einige Ausstellungsorte zu nennen.

Rainer Mörk vor einem seiner Werke.
Foto: ra
Der Künstler Rainer Mörk malt in einer besonderen Technik. Die Materialien wie Papier oder Nessel liegen auf einem Holzbock und die Acrylfarben werden darauf verteilt. Durch Fließtechnik lässt Mörk Farben und Formen entstehen, die man vorher nicht berechnen kann. Doch kann der Künstler beim Trocknungsprozess der Farben mit seiner Hand und seiner Routine in den Entstehungsprozess eingreifen. Und so können sich abstrakte starre Formen in organische Darstellungen verwandeln. Durch verschiedene Farbschichten verändern sich die Strukturen. Rainer Mörk vereint in seinen Bildern gekonnt die berechenbare Größe der Geometrie mit der Irrationalität der Farbräume und den linearen subjektiven Kraftlinien.
So erleben die Betrachter Bilder im Bild, die in ihrer Synthese Gattungsgrenzen ausweiten und traditionelle Formen in eine andere Dimension rücken. Rainer Mörk macht auch bei krebskranken Kindern in der MHH Maltherapie und „versucht, sie durch die eigene Gestaltung kleiner Kunstwerke und deren Betrachtung wieder auf den Weg zur Gesundheit zu bringen“.
Carsten Voss, der launig die Einführung zu Rainer Mörks Kunstwerken hielt, meinte, „Kunstwerke kann man nicht restlos ergründen, sie bleiben immer ein Stück Geheimnis. Der Künstler macht nicht alleine das Werk, der Betrachter macht es durch seine Interpretation der Formen“.
Der Ausstellung, die bis zum 21. Januar von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet ist, sind zahlreiche Besucher zu wünschen, die neugierig sind, für sich ein Stück Geheimnis mit und in den Bildern von Rainer Mörk zu entdecken. Den musikalischen Part bei der Eröffnung der Ausstellung hatte das Saxophonquartett Bad Münder mit Adaptionen klassischer Musikstücke.


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